Tierische und pflanzliche Eiweiß - Wo liegt der Unterschied?
Was Nick am eigenen Körper erfahren musste haben inzwischen auch Untersuchungen verschiedenster Mediziner und Wissenschaftler faktisch belegt. Tierisches und damit für den Körper artfremdes Eiweiß, kann dazu beitragen Krankheiten hervorzurufen. Mindestens ist dank der zahlreichen Vegetarier und Veganer inzwischen unumstritten, dass es zur Gesunderhaltung nicht notwendig ist.
Aber wo genau liegt der Unterschied zwischen dem tierischen und dem pflanzlichen Eiweiß?
Zunächst in der Art und Weise des Verzehrs. Pflanzliche Eiweiße, als Vitalstoff Träger, werden zumeist naturbelassen zugeführt und erfahren dadurch keine Strukturveränderung. Diese Eiweiße nennt man auch nativ, weil sie natürlich und roh (unerhitzt) sind.
Tierische Eiweiße hingegen werden hauptsächlich denaturiert (erhitzt) verzehrt. Dabei bezieht sich "denaturiert" nicht auf eine Veränderung durch Säurewirkung innerhalb des lebenden Organismus. Es ergibt sich jedoch eine Veränderung der äußeren Struktur des Eiweißes, die mit einem teilweisen Funktionsverlust des Eiweißes einhergeht. Werden Proteine mit einer Enzymfunktion aufgenommen, so können diese ihre Funktion nur dann erfüllen, wenn sie auch in der äußeren/inneren Form unverändert sind. In Mediziner-Kreisen spricht man vom Schlüssel-Schloss-Prinzip. Vereinfacht ausgedrückt fungiert das Enzym hier als Schloss, welches durch die Veränderung der Form nicht in der Lage ist mit dem Reaktionspartner - dem Schlüssel, eine Reaktion einzugehen, da dieser ja durch die Denaturierung eine andere Gestalt angenommen hat.
Und (ab) wann ist ein Eiweiß denaturiert?
Sobald es über 42 Grad erhitzt wurde. Bereits Professor Werner Kollath (1892 - 1970), Arzt, Hygieniker, Ernährungswissenschaftler; Pionier der neuen Ernährungslehre, unterschied zwischen nativen- und denaturierten Eiweiß. Kollaths These war simpel und für jeden klar verständlich: „Lasst die Nahrung so natürlich wie möglich.“ Prof. Kollath hat in seinen Mesotrophie-Versuchen das Hauptproblem der erläuterten Denaturierung des tierischen Eiweißes z.B. beim Fleischkonsum, nachgewiesen.
Ein weiterer Unterschied rührt aus der alten Ernährungslehre. Früher kam dem tierischen Eiweiß eine andere Bedeutung zu, da man annahm, man könne die essentiellen Aminosäuren (Erklärung zu den acht essentiellen Aminosäuren im fortlaufenden Text) nur über tierische Eiweiße aufnehmen. Entsprechend werden bis heute die Ängste weiter durch Fehlinformationen vor einer Eiweiß-Unterbilanz genährt. Zur Gesunderhaltung unseres Organismuses sind neben den pflanzlichen Eiweißen, die alle essentiellen Aminosäuren enthalten, beispielsweise auch der Vitamin-B-Komplex und Mineralien notwendig. Diese kann man durch die Kombination mit hochwertigen Lebensmitteln aufnehmen.
So helfen die B-Vitamine deinem System bei der Bildung von Blutkörperchen und Nerven, bei Herzkrankheiten, es gibt dir Energie und unterstützt deinen Stoffwechsel. Es unterstützt die Hautgesundheit, den Muskeltonus und das Haarwachstum.
Als Mineralstoffe werden alle anorganischen Lebensmittelbestandteile bezeichnet. Sie werden bei der Verdauung aufgenommen und im Körper in vielfältiger Form genutzt. Bekannte Mineralstoffe sind
Na = Natrium
K = Kalium
Ca = Calcium
Chlorid
P = Phosphor
Mg = Mangnesium
S = Schwefel
Kann der sehr geringe Bedarf an Mineralstoffe oder auch Vitaminen über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend gedeckt werden, kommt es zu einem Mikronährstoffmangel, der auch als Hidden Hunger bezeichnet wird. Hidden Hunger ist lange Zeit praktisch symptomfrei, wirkt sich jedoch langfristig negativ auf die körperliche Entwicklung und Leistungsfähigkeit aus.
Wird Nahrungseiweiß bei der Verdauung denaturiert?
Jetzt könnte jemand auf die Idee kommen, dass auch die pflanzlichen Eiweiße bei der Verdauung denaturiert werden. Dies ist aber nicht der Fall! Im Körper wird es nicht wärmer als 42 Grad und bei der Verdauung erfolgt eine enzymatische Aufspaltung der Eiweiße in einzelne Aminosäuren.